Der WALA Heilpflanzengarten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und lockt jedes Jahr viele Besucher an den WALA Firmensitz nach Eckwälden. Hier, am Fuße der Schwäbischen Alb, gedeihen auf zirka 1,5 Hektar Anbaufläche rund 150 Heilpflanzen. Doch bei aller Schönheit: Der hauptsächliche Zweck des Gartens ist es, das angrenzende Pflanzenlabor mit Heilpflanzen in der gewünschten WALA Qualität zu versorgen und so die Herstellung vieler der rund 900 verschiedenen WALA Arzneimittel sicherzustellen.
Im Demeter-zertifizierten Garten kümmern sich sieben Mitarbeiter um den organischen Kreislauf, der idealerweise den gesamten Zyklus einer Heilpflanze umfasst: vom Samen bis hin zur Ernte und zum Kompost.
Mai und Juni sind die Monate, in denen am meisten Arbeit anfällt: Das Gras wächst, die Bienen schwärmen und es ist „Hauptpflanz- und Hauptunkrautzeit“.
„Wir machen alles in Eigenregie“, sagt WALA Gärtner Thomas Korneck. Dabei verweist er auf den Unterschied zwischen dem WALA Garten und den meist spezialisierten Gärtnereien, die sich beispielsweise nur auf Gemüseanbau oder ausschließlich auf Stauden konzentrieren.
„Wir pflegen 30 bis 40 verschiedene Kulturen. Wir sammeln eigenes Saatgut, pflanzen selbst an, ernten selbst. Zirka 25.000 Jungpflanzen ziehen wir selbst heran. Das ist schon ein großer Batzen“, erklärt Thomas Korneck. Nur in wenigen Ausnahmefällen kaufe man Samen zu, wie etwa vom Majoran, dessen Saatgutgewinnung sehr kompliziert sei.
Eigenes Saatgut hat den großen Vorteil, dass sich im Laufe der Zeit eine Art „Hofsorte“ herausbildet, in spezieller WALA Qualität, die sich nicht im schönsten, üppigsten Pflanzenwuchs oder in ähnlich marktkonformen Maßstäben erschöpft, sondern vitale, gesunde Pflanzen hervorbringt, die, wie Thomas Korneck es formuliert, „inhaltsstofflich schön sind“. Wie gut die Qualität im WALA Sinne ist, zeigt sich daran, wie die Heilpflanzenansätze im Pflanzenlabor gelingen, aus denen schließlich Auszüge für die WALA Arzneimittel gewonnen werden. „Aufgrund des vollständig hauseigenen Prozesses von der Saat über die Ernte bis zur Verarbeitung können wir den gesamten Kulturverlauf nachvollziehen und im Bedarfsfall alle Arbeitsschritte rückverfolgen“, erklärt Sybille Strofus, die seit 1995 als WALA Gärtnerin tätig ist.
Spricht sie über „ihren“ Heilpflanzengarten, tut sie es mit viel Leidenschaft und Begeisterung: „Ich liebe die Arbeit mit den Händen und der Erde. Das ist Voraussetzung hier. Zudem sollte man neugierig und lernbereit sein.“ Sich so vielseitig der Heilpflanzenwelt widmen zu können, das sei, und darin sind sich beide Kollegen einig, ein großes Glück, „denn aus Gärtnersicht haben wir einen Traumarbeitsplatz“.

